Standpunkt
Fintech muss die universelle Inklusion vorantreiben
Die Welt hat in den letzten Jahren bemerkenswerte Fortschritte im Bereich der finanziellen Inklusion erzielt. In dem Jahrzehnt nach dem Jahr 2011 stieg der Anteil der Erwachsenen mit Zugang zu Finanzdienstleistungen um satte 50 Prozent auf mehr als drei Viertel. Doch bis zur Schaffung eines wirklich inklusiven Finanzsystems liegt noch ein weiter Weg vor uns. Jenseits der Ausweitung des Zugangs zu Finanzprodukten und Finanzdienstleistungen gilt es sicherzustellen, dass diese Produkte und Dienstleistungen für alle Menschen verfügbar sind, auch für die weltweit 1,2 Milliarden Menschen mit Behinderungen.
Sprachaktivierte Zahlungen sind von entscheidender Bedeutung für Menschen mit Sehbehinderungen, eingeschränkter Mobilität oder Lese- und Schreibschwierigkeiten Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Die erste Generation der Finanztechnologie revolutionierte das traditionelle Bankwesen, indem sie Menschen ohne Bankverbindung den Zugang erleichterte (man denke an mobiles Geld und Mikrokredite). Die nächste Innovationswelle muss noch weiter gehen und „universelle Inklusion“ als grundlegendes Gestaltungsprinzip verankern. Universelle Inklusion steht für die Idee, dass jeder Mensch Zugang zu Finanzinstrumenten haben sollte, die seinen Bedürfnissen wirklich entsprechen und sein Wohlergehen verbessern.