Editorial
Erster sein allein reicht nicht: KI als gesellschaftliche Herausforderung
Matheunterricht mit KI: Grundschulkinder in Colomiers, im Südwesten Frankreichs Foto: AFP/Matthieu Rondel
„First mover“ sein. Sich als Erster einen Wettbewerbsvorteil auf dem großen, neuen und wild expandierenden Markt der Künstlichen Intelligenz verschaffen. Diesen Traum träumen viele Länder in Europa, das kleine und agile Luxemburg ganz besonders. Keine staatstragende politische Rede vergeht dieser Tage ohne Anspielung auf den KI-Zug, der mit Volldampf davonzubrausen droht und den man – zum Wohle der Wirtschaft – auf keinen Fall verpassen dürfe. Mit der nationalen Umsetzung der EU-Verordnung zur Künstlichen Intelligenz, des „AI Act“, ist die luxemburgische Regierung dieser Tage dabei, den ersten Schritt in diese Vorreiterrolle zu machen – als einer der ersten Mitgliedstaaten der EU.