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„En domme Feeler“

„En domme Feeler“

Symbolfoto: Editpress/Claude Lenert

So bezeichnet man unter anderem die wahre Geschichte einer Informatikpanne im Verkehrsministerium, die es über zehntausend Verkehrssündern oder Rasern ermöglicht hat, keine Punkte vom Führerschein abgezogen zu kriegen. Herr Patrick Houtsch spricht von „Pech, datt et geschitt an net opgefall ass“.

Ich versuche mir vorzustellen, was mein Professor mir geantwortet hätte, wenn ich von „Pech“ angesichts einer miserablen Mathematikprüfung gesprochen hätte. Noch lustiger kommt es, wenn man liest, dass das „Pech“ aufflog durch die Nachfrage eines Bürgers, welcher sich darüber wunderte, bei seinem Verkehrsdelikt keine Punkte verloren zu haben. Mal ehrlich, hätten Sie eine solche Nachfrage gemacht? Ich nicht.

Das Ganze hat scheinbar ein Jahr lang gedauert. Punkte werden abgezogen, um Raser zu bremsen und so den Verkehr sicherer zu gestalten.

Das Interessanteste bei diesem Klamauk wäre, statistisch über ein Jahr einen eventuellen Anstieg der Unfälle zu beobachten, da der angestrebte ernüchternde und bremsende Effekt des Punkteverlustes während 12 Monaten außer Gefecht war. Ich bin mir bewusst, dass Statistik nicht immer die letzte Wahrheit darstellt. Es würde mich trotzdem interessieren, diese Statistik einmal zur Kenntnis nehmen zu dürfen.

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