Forum von Guy Rewenig
Ein Meister der Selbstherrlichkeit – Warum es einen fröstelt, wenn der CEO über Weltpolitik redet
Zum katastrophalen Friedens-Bluff in Alaska meldete sich der CEO im Vorfeld folgendermaßen zu Wort: „Es ist gut, dass ein solches Treffen stattfindet, denn wir wissen, dass Amerika ein mächtiges Land mit einem weltumspannenden Einfluss ist“ (Luxemburger Wort, 11.8.25). Diese Aussage ist höchst problematisch.
Foto: Gavriil Grigorov/AFP
Was soll „gut“ daran sein, wenn sich zwei Großverbrecher ein Stelldichein geben, um sich als Herren der Welt aufzuspielen? Wieso gibt der CEO einer medial hochgepushten Mafiosi-Show Vorschusslorbeeren? Während allenthalben das durchsichtige Alaska-Spektakel von Trump und Putin/Trutin und Pump mit größter Skepsis beobachtet wurde – die Vorausschau reichte von „Vor diesem Treffen muss einem grausen“ (Süddeutsche Zeitung) über „Treffen sich zwei Horrorclowns“ (ibidem), „Viel Wirbel um ein großes Nichts“ (Deutschlandfunk), „Widerlich. Beschämend. Und letztlich nutzlos“ (Die Zeit) bis zu „Das amerikanisch-russische Treffen in Alaska ist ein großer Fehler“ (Luxemburger Wort) –, fällt dem CEO nur ein, beflissen seine devote Zustimmung abzuliefern. Warum? Soll das irgendwie verschwommen staatsmännisch klingen? Will er sich bei Trump Liebkind machen? Liest er keine differenzierten Analysen in der internationalen Presse?