Editorial
Ein Abkommen zum sauberen Abschluss der „Sozialronn“ zu finden, wäre vielleicht nicht verkehrt
Zufriedener Kapitän: CSV-Premier Luc Frieden vergangene Woche auf der „MS Princesse Marie-Astrid“ Foto: Editpress/Julien Garroy
Wenn sich am Mittwoch Regierung und Sozialpartner zur dritten „Sozialronn“ treffen, gehen die Sommerferien für alle Beteiligten mehr oder weniger abrupt zu Ende. Während der sechswöchigen Pause hatten sie Zeit, in sich zu gehen. Offenbar haben vor allem Regierung und Patronat im Urlaub einen Sinneswandel vollzogen, sind jetzt der Meinung, man müsse sich nicht in allen Punkten einig werden. Erzählte CSV-Premier Luc Frieden auf seiner letzten Pressekonferenz vor den Sommerferien, Ziel der Regierung sei es, „eng hoffentlech gemeinsam Positioun zu jidderengem vun deenen dräi Sujeten“ zu finden, sagte er vergangene Woche dem Radio 100,7: „D’Zil ass net, op alle Punkten en Accord ze hunn.“ UEL-Präsident Michel Reckinger, der Mitte Juli noch ein „Gesamtpaket“ schnüren wollte, erklärte am Montag dem Paperjam: „L’absence d’accord ne serait pas un échec.“