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Die beschämende Reaktion der LFL

Die beschämende Reaktion der LFL

Foto: Editpress/Gerry Schmit

Die Swift-Affäre geht in die nächste Runde. Wie erwartet hat sich der Ligaverband LFL mit einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet. In diesem wird zwar noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Vereine ihre Verträge einhalten müssen, aber eben auch zweimal erwähnt, dass die Spieler „erpresserische Methoden“ angewandt hätten.

Fakt ist, dass die Hesperinger Mannschaft sich nicht geschickt angestellt hat. Der Streik hätte angemeldet werden müssen. Vor allem, um sich rechtlich abzusichern. Dass man nach vielen Gesprächen und monatelangem Warten auf die Löhne zu drastischeren Mitteln greift, ist nur allzu menschlich. Immerhin geht es um den Lebensunterhalt der Spieler, die fast alle ausschließlich vom Fußball leben und genau wie andere Menschen auch Rechnungen oder Kredite zu bezahlen haben.

Auch wenn die BGL Ligue ausschließlich aus Amateurvereinen besteht, haben diese als Arbeitgeber genauso ihre Pflichten wie andere Unternehmen. Es ist durchaus legitim, die Herangehensweise der Swift-Spieler zu kritisieren, nicht aber den Inhalt. Denn grundsätzlich haben sie nur auf ihr Recht auf Entlohnung gepocht. Die Reaktion der Hesperinger Fußballer als „Erpressung“ zu betiteln, um den eigenen Verein vor möglichen Streiks zu schützen, ist jedoch beschämend.

Mehr zu diesem Thema:
– Funkstille in Hesperingen: Über einen Skandal, der noch länger andauern wird
Wegen „Erpressung“: LFL-Vereine wollen keine Swift-Spieler verpflichten
Der Streik ist nur der Anfang: Warum das Luxemburger Fußballmodell vor dem Kollaps steht

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