Editorial

Die Rettung der Radsport-Saison bleibt ein Drahtseilakt

Fast wie in früheren Tagen: Alberto Bettiol wird von den Zuschauern angefeuert, die trotz Corona zum Großteil weder Masken tragen noch Abstand halten

Fast wie in früheren Tagen: Alberto Bettiol wird von den Zuschauern angefeuert, die trotz Corona zum Großteil weder Masken tragen noch Abstand halten Foto: AFP/Marco Bertorello

Der Radsport hat so seine Besonderheiten, die ihn auszeichnen. Wo sonst kommen die Zuschauer noch so nah an Spitzenathleten heran und welche Sportart kann man sonst noch auf höchstem Niveau zum Nulltarif live miterleben? Fahrer, die sich am Ende ihrer Kräfte durch ein enges Zuschauerspalier den Berg hinaufquälen, Fans, die den Sportlern bereits bei der Einschreibung vor dem Start zujubeln, oder aber Kinder, die bei den Teambussen die Trinkflaschen ihrer Idole sammeln – auf all diese Bilder wird man diese Saison verzichten müssen. In Corona-Zeiten ist kein Platz für Radsportromantik. Die Fahrer und Fahrerinnen werden bestmöglich abgeschottet, damit sie sich bloß keinem unnötigen Infektionsrisiko aussetzen. Damit wird der Radsport momentan auch auf das Nötigste reduziert: auf das Geschäft.

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