Editorial

Die Monarchie soll Kontinuität und Stabilität bieten. Nur für wen?

Erbgroßherzog Guillaume bei seiner Vereidigung zum Lieutenant-Représentant im Oktober

Erbgroßherzog Guillaume bei seiner Vereidigung zum Lieutenant-Représentant im Oktober Foto: Editpress/Alain Rischard

Auf die Frage, welche Rolle die Monarchie heutzutage in Luxemburg noch spiele, antwortete Großherzog Henri im Oktober in einem Interview mit Journalisten von RTL und 100,7, sie sei „e Service un der Natioun, un de Leit an um Lëtzebuerger Land“: „Et ass keng richteg Aarbecht, enfin ’t ass eng Aarbecht natierlech, mee mir schaffe fir d’Leit.“ Der Vorteil der Monarchie sei die Kontinuität und die Stabilität. Sein Vater sei während 36 Jahren da gewesen, er während 25, das heiße, „dass uewen als Staatschef praktesch näischt changéiert“ während einer gewissen Zeit. Auch die Neutralität des Monarchen sei ganz wichtig, „als Repèren och fir d’Leit“: „Si wëssen, dass de Grand-Duc keng politesch Kaart huet, keng politesch Partei ass.“ Eine der wichtigsten Aufgaben des Großherzogs sei es, die „unité nationale“ zu erhalten.

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