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Die Bürgermeisterin feiert den Niedergang ihrer Hauptstadt

Die Bürgermeisterin feiert den Niedergang ihrer Hauptstadt

Foto: Editpress-Archiv/DP

Oder wie anders sonst lässt sich die fotogene Einweihung von drei weiteren Pop-up-Stores in der inneren City durch die langjährige DP-Stadtmutter erklären? Ein lokaler Entscheidungsträger von echtem Schrot und Korn würde bei einer derartigen Gelegenheit eher einen Trauerkranz niederlegen, als sich wieder einmal publikumswirksam in Szene zu setzen. Fakt ist letztendlich, dass jedes verlassene Geschäftslokal in einer Stadt Ausdruck einer total fehlgeschlagenen Stadtentwicklungspolitik ist. Wer dies nicht endlich einsieht, irrt gewaltig und macht sich zum Helfer der Totengräber der Stadt.   

Die Hauptstadt Luxemburg ist zweifelsohne seit Dekaden eine kranke Stadt, die nur noch künstlich, durch Events à la Brot und Spiele, am Leben gehalten wird. Was aber bedauerlicherweise noch fataler ist, ist die Tatsache, dass die beratungsresistenten Lokalmatadore sehr wohl den Königsweg kennen, der zu beschreiten wäre, um eine nachhaltige Stadtgenesung herbeizuführen. Doch solange die Wähler die führende Elite nicht noch mehr abstraft, wird dem Städtetod, nach gewohnter Art und Weise, entgegengefiebert. Die Namen der Missetäter werden die Geschichtsbücher jedenfalls nicht positiv zieren.

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