Editorial
Der schmale Grat zwischen Abschreckung und Diplomatie
Faustpfand für Verhandlungen: Die ukrainische Offensive in Russland, die „Operation Kursk“, ist mittlerweile festgefahren Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa
Die Ukraine befindet sich im dritten Kriegswinter seit dem russischen Angriff vom 24. Februar 2022. Die Lage der Menschen dort wird immer dramatischer und verzweifelter. Russland setzt auf gezielte Bombardements der kritischen Infrastruktur. Kiew hat immer weniger entgegenzusetzen. Die dezimierten und ausgelaugten ukrainischen Truppen laufen Gefahr, weitere Gebiete nicht mehr lange halten zu können. Ihr Vorstoß auf russischem Boden – die als Faustpfand für Waffenstillstandsverhandlungen gehandelte „Operation Kursk“ – war im Sommer noch ein Erfolg, jetzt steckt die Offensive fest.