Editorial
Der Selfie-Wahn entpuppt sich als Problem für Mensch und Umwelt
Symbolbild: Eine Person macht mit dem Handy ein Selfie (gestellte Szene) Foto: dpa/Sabina Crisan
Die Sonne drückt. Das T-Shirt klebt am verschwitzten Rücken. Im botanischen Garten der Villa Cipressi am Comer See herrscht Stau. Warum? Wir befinden uns wenige Schritte von einem beliebten Selfie-Spot entfernt – ein zum Gewässer hin geöffnetes Tor. Klingt unspektakulär, sorgt auf Instagram unter #villacipressi aber für zigtausende Beiträge. Ob die Selfie-Junkies die Villa nur deswegen besuchen, ist schwer zu sagen. Die Autorin dieser Zeilen war jedenfalls an den Pflanzen interessiert. Wirklich.