Kommentar
Der Schaden ist angerichtet: CDU und FDP normalisieren die AfD
Mithilfe der Rechtsextremen an die Macht: Björn Höcke (r.), Fraktionsvorsitzender der AfD, gratuliert Thomas Kemmerich (l., FDP), dem neuen Thüringer Ministerpräsidenten Foto: dpa/Martin Schutt
Der Schaden ist angerichtet, die AfD wieder einen Schritt weiter. Näher an ihrem Ziel der Normalisierung. In Thüringen hat sich der Kandidat der FDP mit den Stimmen der Rechtsextremen ins Amt des Ministerpräsidenten hieven lassen. Auch die CDU machte mit bei dem abgekarteten Spiel, das eine Weiterführung der rot-rot-grünen Landesregierung und ein erneutes Mandat des Linke-Politikers Bodo Ramelow verhindern sollte. Die Linke kam bei der Landtagswahl im Oktober auf 31 Prozent der Stimmen, die FDP auf gerade mal fünf. Was nun in Thüringen passierte, ist aber weit mehr als bloß eine politische Farce, die den Wählerwillen mit Füßen tritt.