Leserforum

Der Geschichtsrevisionismus der AfD

Der Geschichtsrevisionismus der AfD

Symbolfoto: Freepik/freestockcenter

In einem Live-Talk mit dem US-Milliardär Elon Musk behauptete die AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel, dass die Nazis als politisch links zu verorten seien und Hitler ein Kommunist gewesen sei. Dass ihre Aussage sich gegen jede wissenschaftliche historische Evidenz stellt und deshalb von allen namhaften Historikern als Unfug bezeichnet wird, interessiert die AfD-Vorsitzende nicht. Ihr geht es nur um das strategische Bestreben der AfD, die Geschichte des NS-Regimes umzudeuten und seine Menschheitsverbrechen zu verharmlosen. Seit Jahren gehört diese Vorgehensweise zur DNA dieser Partei; man erinnere nur an die Bagatellisierung des Dritten Reichs als „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte, an Höckes Verunglimpfung des Holocaust-Mahnmals in Berlin und seine Forderung nach einer erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad sowie an die Verharmlosung der SS durch den Europa-Spitzenkandidaten Krah.

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