Editorial

Der Bulldozer: Wie Xavier Bettel das Kommunikationsduell mit dem Hof gewonnen hat

Am Ende mussten selbst seine schärfsten Kritiker sagen: „Pas mal, Xavier“

Am Ende mussten selbst seine schärfsten Kritiker sagen: „Pas mal, Xavier“ Foto: Editpress/Feller Tania

Wer es seit langem ahnte, weiß es spätestens seit dieser Woche: Xavier Bettel kann, wenn er will, ein politischer Bulldozer sein. Entgegen der Fassade des gut gelaunten Bürgermeisters auf Lebzeiten, den komplexe Dossiers langweilen, ist Premier Bettel gnadenlos. Während der hoch respektierte Beamte Jeannot Waringo in seinem Bericht darauf achtet, in klaren, persönlichen und nuancierten Worten Missstände am Hof zu beschreiben, nimmt Bettel kein Blatt vor den Mund. Der Clou dabei: sich als überzeugter Monarchist zu verkaufen und gleichzeitig das Duell mit dem Hof zu wagen. Bettel ist es gelungen, dass selbst politische Gegner und die kritischsten Journalisten des Landes kommentieren müssen: „Pas mal, Xavier.“ Was ist also das Erfolgsrezept hinter dieser Strategie?

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