Editorial

Das kollektive Erinnern

Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Oberkommandierender der Wehrmacht, unterzeichnet in Berlin-Karlshorst die Kapitulation der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Oberkommandierender der Wehrmacht, unterzeichnet in Berlin-Karlshorst die Kapitulation der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg Foto: dpa

Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Die vier Jahre später gegründete Bundesrepublik Deutschland bekannte sich zu den Menschenrechten und verpflichtete sich als Teil des vereinten Europas, dem „Frieden der Welt zu dienen“. 80 Jahre später klingt vieles selbstverständlich – und doch in weiter Ferne. Der 8. Mai 1945 markierte sowohl den Sturz des Naziregimes als auch den Beginn einer neuen Zeit. Dabei wird häufig vergessen, dass die Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist, sondern ein ständiger und zu verteidigender „work in progress“. Ihre Gefährdung ist angesichts der veränderten Weltlage sowie der Rückkehr des Krieges nach Europa wieder näher gerückt.

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