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Das destruktive Erbe des Massenhungers
In ihrem Beitrag stellt die Professorin für Gesundheitsmanagement und -politik Mariana Chilton Verbindungen zwischen dem Leid im Gazastreifen und den Verbrechen an der indigenen Bevölkerung Amerikas fest.
Kinder strecken ihre Gefäße aus, um in der Stadt Beit Lahia im nördlichen Gazastreifen Nahrung zu bekommen Foto: dpa/XinHua/Mahmoud Zaki
In dem Jahr seit dem Terroranschlag der Hamas am 7. Oktober 2023 haben die israelischen Streitkräfte nach Angaben des Gesundheitsministeriums des Gazastreifens schätzungsweise 41.200 Palästinenser getötet, darunter 16.700 Kinder. Ein kürzlich in The Lancet veröffentlichter Brief geht jedoch davon aus, dass, wenn man die indirekt durch den Konflikt Getöteten mitzählt, die tatsächliche Zahl der Todesopfer im Gazastreifen viel höher liegt, nämlich bei mehr als 186.000.