Editorial

Das Ende der Identitätspolitik: Trumps Sieg schafft neue politische Realitäten

So homogen wie bei Trumps Wahlnachtsparty in West Palm Beach, Florida, präsentieren sich seine Unterstützer heute nicht mehr

So homogen wie bei Trumps Wahlnachtsparty in West Palm Beach, Florida, präsentieren sich seine Unterstützer heute nicht mehr Foto: Getty Images via AFP

Die Diagnose war fatal. Nie wieder, so waren sich die Analysten und Prognostiker damals einig, würde die republikanische Partei eine US-Wahl gewinnen können. Damals, das waren die Obama-Jahre. Der Senator aus Illinois war gerade zum ersten schwarzen Präsidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten gewählt worden. Und die „Grand Old Party“, wie der Spitzname der Republikaner lautet, wurde zum alten Eisen geworfen. Als Partei mit einer Klientel, die sich demografisch ebenfalls auf dem absteigenden Ast befand: alte, weiße Männer. Der gesellschaftliche Wandel in den USA arbeite gegen die Republikaner, hieß es damals. Weiße würden bald zum ersten Mal in der Geschichte des Landes nicht mehr die Mehrheit stellen. Die Gesellschaft werde immer diverser – und nicht-weiße Menschen würden demokratisch wählen.

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