Editorial
COP29: Schlechte Voraussetzungen für Klimaschutz
Grüne Welt? Der Klimaschutz steht momentan unter keinem guten Stern. Foto: Dominika Zarzycka/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa
Eine UN-Klimakonferenz in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, dem von Machthaber Ilham Alijew autoritär regierten Öl- und Gasland? Das ist ungefähr so wie ein Menschenrechtsgipfel in einem Folterstaat oder ein Symposium über die Abschaffung der Todesstrafe in Texas – oder wie Hochseefischen in der Sahara. Die Wahl des Austragungsorts der COP29, die am Montag begonnen hat, hätte kaum absurder sein können, und kaum schwieriger die zeitlichen Vorzeichen angesichts des Wahlsieges von Donald Trump. Einem Bericht der New York Times zufolge bereitet ein Team des designierten US-Präsidenten einen erneuten Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 vor. Außerdem sollen einige Naturschutzgebiete verkleinert werden, um Bohrungen und den Abbau fossiler Rohstoffe zu erleichtern. Bevor Trump mit dem Schlachtruf „Drill, Baby, Drill!“ sein Amt antritt, sieht es für den Kampf gegen den Klimawandel ganz düster aus.