Editorial
Bürgerbeteiligung ohne Ergebnisse schadet dem Vertrauen in die Politik
Luxemburgs Gemeinden suchen verstärkt den Dialog mit ihren Einwohnern. Während einige Projekte Vertrauen schaffen, bewirken andere eher das Gegenteil.
Wie erfolgreich das Escher Pilotprogramm „Assemblée citoyenne“ letztendlich sein wird, hängt davon ab, ob die Stadt die entwickelten Projekte auch umsetzt Foto: Editpress/Alain Rischard
Esch setzt auf mehr Bürgerdialog – und steht damit nicht allein. Informationsveranstaltungen, Bürgerräte, partizipative Budgets: Immer mehr Kommunen versuchen, die Bewohner in das politische Geschehen einzubinden. Das ist grundsätzlich eine positive Entwicklung – allerdings nur, wenn die Verantwortlichen tatsächlich auf die Bedenken und Ideen ihrer Einwohner eingehen.
Das Escher Pilotprogramm „Assemblée citoyenne“ hat am Montagabend seinen Auftakt gefeiert. 40 Einwohner sollen das Rathaus bei seiner Arbeit beraten, die erste Bewertung fällt positiv aus. Der Anspruch dahinter ist klar: Entscheidungen sollen transparenter werden, die Akzeptanz für Projekte soll steigen und die Bevölkerung sich ernsthaft einbringen können.