Editorial
„Bleeche vun den Zänn“: Innerhalb der Ärzteschaft wächst der Widerstand gegen die AMMD
Philippe Wilmes (l.) und Alain Schmit vor drei Jahren bei einer AMMD-Generalversammlung in Bartringen Foto: Editpress/Didier Sylvestre
AMMD-Präsident Chris Roller beschwichtigte am Montag bei RTL-Télé: Luxemburgs Ärzte bräuchten eine gute Konvention „fir eng gutt Basis-Versuergung, fir weiderhin och um solidaresche Modell festzehalen“. Um dann die automatische Konventionierung zu hinterfragen, die selektive zu verteidigen, Tarif-Autonomie zu fordern. Aber nur, um Patienten in Luxemburg schnelleren Zugang zu Methoden und Therapien zu ermöglichen, die über das hinausgehen, was die CNS als „utile et nécessaire“ anerkennt, oder wofür sie noch keine Tarife hat: „Laser-OP vun den Aen oder Bleeche vun den Zänn zum Beispill“, sagte Roller und warb für „privat Gesondheetsassurancen“. Wenn die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung weiter steigen, stelle sich die Frage, ob es nicht besser wäre, der Patient würde dieses Geld in eine Privatversicherung investieren, meinte Roller.