Editorial

Auf dem Prüfstand: Das luxemburgische Modell des Sozialdialogs steht unter Druck

Premier Luc Frieden

Premier Luc Frieden Foto: Editpress/Julien Garroy

Die Worte von Chamber-Präsident Claude Wiseler beim Neujahrsempfang der „Chambre des salariés“ klangen fast wie eine Mahnung. Für den Erfolg des Sozialdialogs brauche es Kompromissbereitschaft auf allen Seiten, betonte er. Gleichzeitig appellierte er an einen respektvollen Umgang miteinander und unterstrich, dass Luxemburgs Strukturen stark genug seien, um auch schwierige Diskussionen zu führen. Diese Ansprache machte deutlich: Der Zustand des Sozialdialogs in Luxemburg ist alarmierend. Themen wie die Flexibilisierung der Öffnungszeiten, die Ausweitung der Sonntagsarbeit, Angriffe auf das Kollektivvertragswesen und die Rentendebatte haben die Gräben zwischen Regierung und Gewerkschaften weit aufgerissen.

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