Kommentar
Armutsrisiko in Luxemburg betrifft vor allem Kinder und Jugendliche
Kein Ruhmesblatt: Bilanz einer Veranstaltung über Kinderarmut. Luxemburg nimmt einen der hinteren Plätze ein. Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Luxemburg hat – wie viele Länder – so seine Widersprüche. Ein hierzulande anzutreffendes Paradox: In dem pro Kopf reichsten Land in der Europäischen Union ist fast jedes vierte Kind von Armut bedroht. Zwar ist das allgemeine Armutsrisiko nach jüngsten Statec-Zahlen gesunken. Trotzdem ist fast jeder fünfte Einwohner davon betroffen, vor allem junge Menschen unter 18 Jahren. Deren Lage hat sich sogar noch weiter verschlechtert, denn 2024 lag das Armutsrisiko in dieser Altersklasse bereits bei 24,1 Prozent, nachdem sie im Jahr zuvor noch 23,9 Prozent der Kinder und Jugendlichen betraf. In der EU schneiden nur Rumänien, Spanien, Bulgarien und Italien schlechter ab. Keine guten Aussichten für den Nachwuchs, der außerdem noch im europaweiten Vergleich mit 21,6 Prozent die vierthöchste Jugendarbeitslosigkeitsquote verzeichnet (Stand Januar 2025). Nur Schweden, Rumänien und Spanien liegen schlechter.