Editorial
Archipel der Hoffnung: „Modell“ Kap Verde nach 50 Jahren Unabhängigkeit
Symbolhaft: Die Skulptur in Porto Novo erinnert an die Emigration vieler Kapverdier Foto: Stefan Kunzmann
Eine Statue im Hafen von Porto Novo auf Santo Antão zeigt eine Frau mit einem Kind. Die Frau winkt jemandem zu. Sie nimmt Abschied. Wie die anderen Inseln von Kap Verde ist auch das nördlichste Eiland des Archipels trotz seiner bezaubernden Naturschönheit von Emigration geprägt. Nach Schätzungen leben insgesamt etwa 500.000 Menschen in dem Inselstaat, deutlich mehr Kapverdier befinden sich jedoch im Ausland – in Luxemburg besitzen rund 3.000 Menschen die kapverdische Nationalität, etliche mehr sind es, die zumindest einen kapverdischen Migrationshintergrund haben.