Editorial
Antisemitismus: Krieg der Symbole
Mehr als ein Toilettenspruch Foto: Arne Dedert/dpa
Der Antisemit ist ein Feigling. „C’est un lâche“, hat Jean-Paul Sartre gesagt. Der Antisemit habe Angst – „vor seinem Gewissen, vor seiner Freiheit, seinen Instinkten, seiner Verantwortung, der Einsamkeit, der Veränderung, der Gesellschaft und der Welt“. Dass der Antisemitismus einmal überwunden sein wird, ist ein unerfüllter Traum. „Vor Antisemitismus sei man nur auf dem Mond sicher“, schrieb Hannah Arendt einst. „Die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus ist so notwendig wie seit langem nicht mehr“, stellte der ehemalige KPL- und „déi Lénk“-Abgeordnete André Hoffmann am Dienstag in seinem Forum-Beitrag fest. „Stattdessen hört man immer wieder Ausreden.“