Standpunkt

Amazon zerstört die Demokratie, nicht bloß die Gewerkschaften

„Black Friday“ ist inzwischen mehr als eine Einkaufsorgie. Von Arbeitnehmervertretern in „Make Amazon Pay Day“ umbenannt, markiert dieser Tag zunehmend eine jährliche Saison des Widerstands. Während Millionen von Verbrauchern in die digitalen Gänge von Amazon strömen, gehen immer mehr Arbeitnehmer und ihre Verbündeten auf die Straße, um sich gegen die Bemühungen des E-Commerce-Riesen zu wehren, die Welt nach seinem Bild umzugestalten.

Amazon zerstört die Demokratie, nicht bloß die Gewerkschaften

Foto: Editpress/Julien Garroy

Unsere Botschaft ist klar: Amazon muss nicht nur für seine gewerkschaftsfeindlichen Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden, sondern auch für die allgemeine Bedrohung, die das Unternehmen für demokratische Werte darstellt. In den USA, wo Donald Trump nun auf dem Weg zurück ins Oval Office ist, hat Amazon-Gründer Jeff Bezos jüngst eine Entscheidung getroffen, die Bände spricht. Indem er die Washington Post – die ihm gehörende Zeitung – hinderte, eine Wahlempfehlung zugunsten von Kamala Harris abzugeben, hat er gezeigt, dass es ihm wichtiger ist, die lukrativen Bundesverträge seines Unternehmens zu sichern, als seinen Einfluss zur Verteidigung der Demokratie zu nutzen.

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