Editorial

13 Jahre Zaudern: Bedeutungslose rote Linien oder die Lehre aus Syrien

Ein Oppositionskämpfer tritt auf den abgetrennten Kopf einer Statue des verstorbenen syrischen Präsidenten Hafis al-Assad

Ein Oppositionskämpfer tritt auf den abgetrennten Kopf einer Statue des verstorbenen syrischen Präsidenten Hafis al-Assad Foto: dpa/AP/Hussein Malla

13 bleierne Jahre voll Flucht und Vertreibung, Bomben und Blut. 13 Jahre Bürgerkrieg in Syrien, 13 Jahre schwindendes Interesse der globalen Gemeinschaft. Und dann ging es auf einmal ganz schnell. Am 27. November eroberte ein Rebellenbündnis aus dem Nordosten, angeführt von der islamistischen Gruppe Hayat Tahrir al-Scham (HTS), Aleppo, die zweitgrößte Stadt des Landes. Die Augen der Weltöffentlichkeit blickten zurück auf Syrien und das strauchelnde Regime von Baschar al-Assad. Dessen Sturz kam schnell. Am Sonntag eroberten die Rebellen die syrische Hauptstadt Damaskus, der Diktator floh aus dem Land.

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