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„und zerbröselt in vierzig stückchen illusion“: Tom Webers Lyrikband „fluides herz“ erzählt von Zerfall und Neubeginn

Wie eng Auf- und Erlösung zusammenhängen, arbeitet Tom Weber in seinem wundervollen Gedichtband „fluides herz“ heraus. Ein lyrischer Stationsweg in drei Teilen.

Tom Weber

Tom Weber Foto: Philippe Bourhis

Dichtung weist immer ins Wesentliche. Denn die lyrische Form ist eine, die das Prägnante dem Weitschweifigen konsequent vorzieht. Die als ästhetisch durchgeformte Textminiatur das Wichtigste bündelt. Die als Vergrößerungslinse in Aktion tritt, als Destillierapparat, als Druckfeder auch, die bereit ist, ihre ganze aufgestaute Energie bei der Lektüre mit einem Male loszuwerden. Die als mühsam gepflegtes Bonsaibäumchen die Idee des Baums überhaupt in sich trägt und für den kontemplativen Betrachter reflexhaft sichtbar macht.

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