Kultur-News
„Koll an Aktioun“ kehrt vom 22. bis 24. Mai nach Obermartelingen zurück
Was bewegte die Luxemburger Kulturszene diese Woche? Und welche Events sollten Sie sich nicht entgehen lassen? Das Tageblatt präsentiert ausgewählte News und Tipps im Kurzformat.
Symbolbild: Das Tageblatt präsentiert ausgewählte Kultur-News im Überblick Foto: Pexels
Event-Tipp: Koll an Aktioun
Nach Jahren voller Matsch, Regenjacken und durchnässter Festivalnächte meint es das Wetter diesmal fast schon verdächtig gut mit dem „Koll an Aktioun“: Statt Gummistiefel erwartet die Besucher ein Wochenende unter strahlender Frühsommersonne. Das „Koll an Aktioun“ kehrt vom 22. bis 24. Mai nach Obermartelingen zurück – und bleibt eines jener Festivals, das sich nur schwer in eine klassische Kategorie pressen lässt. Zwischen Konzertbühnen, Schiefermuseum und ehemaligen Minengängen entsteht für ein Wochenende ein kultureller Begegnungsraum für unterschiedliche Generationen und Szenen – irgendwo zwischen Dorffest, Kunstprojekt und musikalischem Abenteuer. Das Besondere am „Koll“ ist weniger ein einzelner Programmpunkt als die Atmosphäre selbst: Besucher bewegen sich zwischen Indie-Konzerten, Workshops, Installationen, hausgemachter Gastronomie, kleinen Überraschungen und improvisierten Aktionen.
Das „Koll an Aktioun“ bietet ein Programm für die ganze Familie Foto: Editpress Archiv
Ein Großteil des Festivalgeländes ist frei zugänglich – inklusive Food-Bereich, Kreativmarkt, Ausstellungen und zahlreicher Performances. Auch 2026 setzt das Festival auf eine Mischung aus etablierten Acts und experimentelleren Formaten. Auf dem Programm stehen unter anderem die niederländische Garage-Punk-Band Iguana Death Cult, das Berliner Duo bby, die experimentelle Formation Ikan Hyu sowie Luxemburger Acts wie Seed to Tree, Maz Univerze und mehr. Zudem finden erstmals künstlerische Interventionen tief unter der Erde statt – in den Gängen der Schiefermine des Museums. Mehr Infos: kollanaktioun.org. (ct)
Countdown zur Kunstbiennale in Strassen
Mit der Galerie A Spiren unterhält die Gemeinde Strassen seit vielen Jahren eine stattliche Galerie. Jetzt organisiert sie zum 13. Mal ihre „Biennale d’art contemporain de Strassen“ im „Centre culturel Paul Barblé“, da diese Räumlichkeiten mehr Platz und bessere Bedingungen für eine Kollektiv-Schau wie eine „Biennale“ bieten. Die aus fünf Personen bestehende Jury hat unter den zahlreichen Kandidaturen 31 Künstler und Künstlerinnen ausgewählt – darunter bekannte und neue Gesichter. Ihre Werke werden vom 5. bis zum 17. Juni ausgestellt. Anlässlich der Vernissage am 4. Juni werden auch die Preisträger bekannt gegeben. Man darf gespannt sein, wer diesmal das Rennen macht. Die Ausstellung wird traditionell von einem Katalog begleitet. Sie ist täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. (fw)
Publikum der Luxembourg Museum Days wächst
20.461
Menschen besuchten die 36 Museen, die sich an den Luxembourg Museum Days 2026 von Icom Luxembourg beteiligten – das sind rund 9 Prozent mehr als im Vorjahr
So lief das „Festival de la guitare“
Das „Festival de la guitare“ – eins der ersten, das dem klassischen Gitarrenspiel gewidmet ist – fand Anfang und Mitte Mai zum 5. Mal im „Conservatoire de la Ville de Luxembourg“, in der Philharmonie und im „Centre Culturel Bonnevoie“ statt. Jetzt zieht das Organisationsteam Bilanz: Das Konzert des spanischen Gitarristen Ricardo Gallén war ausverkauft; 100 Menschen wohnten dem Finale des „Concours international de guitare classique“ bei.
Erhielten beim „Concours international de guitare classique“ in Luxemburg Preise (vrnl.): Julio Robles, Yuheng Zhou, Stanislav Steshenko und Amir Hossein Sheybani Foto: Paulo Lobo
Dort wurden folgende Künstler ausgezeichnet (siehe Foto, vrnl.): Julio Robles (Mexiko, 1. Preis, 4.000 Euro), Yuheng Zhou (China, 2. Preis, 2.000 Euro), Stanislav Steshenko (Ukraine, 3. Preis und Publikumspreis, 1.600 Euro) und Amir Hossein Sheybani (Iran, 4. Platz, 800 Euro). 29 Musiker aus 20 verschiedenen Ländern beteiligten sich an dem Wettbewerb. (ispi)