Im Kino

Voices of Young Feminists: Ist „Mortal Kombat II“ feministisch?

Mortal Kombat II ist ein Film voller Blut und Gewalt, doch ohne viel Handlung: Für manche Action-Liebhaber*innen ist das Entertainment, für einige Feminist*innen ein Grauen. Bella von Voices of Young Feminists liebt das Genre, positioniert sich aber kritisch gegenüber Gewalt auf der Kinoleinwand. Über die feministische Lesart von Actionstreifen.

In „The Mortal Kombat II“ gibt der Titel den Ton an: unter anderem Tati Gabrielle kämpft mit Gewalt ums Überleben

In „Mortal Kombat II“ gibt der Titel den Ton an: Unter anderem Tati Gabrielle kämpft mit Gewalt ums Überleben Quelle: imdb.com

„Mortal Kombat II“ (Simon McQuoid, 2026) ist eine Fortsetzung des gleichnamigen Films von 2021 – und eine Kinoadaption des Kult-Videospiels aus den 1990er-Jahren. Das Grundprinzip: In einem Todes-Duell kämpfen Auserwählte um das Schicksal der Welt. Obwohl etwas Handlung im Film zwischen den Kampfszenen stattfindet, stehen die spektakulären Duells klar im Vordergrund. Alle paar Minuten werden Personen nämlich in eine neue Kampfarena teleportiert, um sich dort bis zum bitteren Ende zu bekämpfen. Die Köpfe rollen – metaphorisch, aber auch immer wieder wortwörtlich.

Unter den Auserwählten sind auch vier Frauen, die an dem Todes-Turnier teilnehmen. Diese beteiligen sich aktiv an dem gewaltsamen Bekämpfen und meist Töten ihrer Gegner*innen. Prinzessin Kitana, gespielt von Adeline Rudolph, kämpft mit eleganten Fächern versehen mit Messerspitzen und ist eine der erfolgreichsten Kämpfer*innen im Film. Bella, Mitglied des Luxemburger feministischen Kollektivs „Voices of Young Feminists“, begrüßt Repräsentationen von starken Frauen, doch feministisch seien diese nicht.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Archiv-Interview

Dirigent Pierre Cao offenbarte 2022: „War mir meiner Grenzen stets bewusst“