CFL
Zweite Phase der Sommerarbeiten bringt weitere Zugausfälle
Die CFL startet die zweite Phase ihrer Sommerarbeiten. Betroffen sind unter anderem die Strecken nach Trier und auf der Nordstrecke. Ersatzbusse stehen bereit.
In der zweiten Phase der Sommerarbeiten werden vor allem Zugverbindungen zwischen Luxemburg und Deutschland von Ausfällen betroffen sein Symbolbild: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Die CFL geht in die zweite Phase ihrer Sommerarbeiten. Ab Ende August werden erneut mehrere Bahnstrecken für Wartungs- und Modernisierungsarbeiten gesperrt. Besonders betroffen sind die Verbindungen zwischen Luxemburg und Trier sowie die Nordstrecke. Für die betroffenen Fahrgäste stehen zahlreiche Ersatzbusse bereit.
Keine Züge zwischen Luxemburg und Trier
Die wohl weitreichendste Einschränkung betrifft die Verbindung nach Deutschland. Vom 24. August bis einschließlich 20. September fahren keine Züge zwischen Luxemburg und Trier.
Für die Fahrgäste steht inzwischen das konkrete Ersatzangebot fest:
- Die Buslinie L30 verbindet Luxemburg mit Wasserbillig und bedient alle Haltestellen, die in der Regel vom Zug angefahren werden. Sie fährt von Montag bis Freitag im Stundentakt.
- Die L31 fährt von Luxemburg zu den SWT Stadtwerken bzw. Balduinsbrunnen in Trier und zurück nach Luxemburg. Dabei werden Cents, Contern, Oetringen, Munsbach, Mertert, Wasserbillig, Igel, Trier-Zewen, Trier-Euren, Trier (Südbahnhof) und Trier (SWT Stadtwerke) bedient. Allerdings gilt zu beachten, dass die angefahrenen Haltestellen je nach Fahrtrichtung variieren.
- Die L32 verkehrt auch zwischen Luxemburg und Trier Pallien und Trier (Balduinsbrunnen/Hauptbahnhof). Abfahrt ist hier alle 30 Minuten.
- Zwischen Wasserbillig und Trier verkehren außerdem die Linien L33 und L34. Erstere verkehrt zu den Hauptverkehrszeiten im Stundentakt und bedient die Haltestellen Wasserbillig, Konz (Dammstraße), Konz (Brunostraße) und Trier (Südbahnhof). Die Linie L34 fährt montags bis samstags ebenfalls stündlich.
Eine Besonderheit gilt für die zweite Septemberhälfte: Vom 14. bis zum 20. September fahren zwischen Luxemburg und Wasserbillig wieder RE11-Züge, allerdings mit angepasstem Fahrplan. Die RB87 bleiben eingestellt. Zwischen Wasserbillig und Trier gibt es weiterhin keinen Zugverkehr.
Das wird gemacht
Die CFL saniert in dieser Zeit unter anderem die Grenzbrücke zwischen Wasserbillig und Deutschland gemeinsam mit der DB InfraGo. Vorgesehen sind Reparaturen am Bauwerk sowie Arbeiten an Gleisen, Abdichtung und Entwässerung.
Auch auf der Strecke selbst wird kräftig gearbeitet. Mit einem speziellen Erneuerungszug sollen 11,4 Kilometer Gleise und 19.000 Schwellen ausgetauscht werden. Hinzu kommen rund 7.000 Tonnen neuer Schotter. Weitere Arbeiten finden zwischen Wecker und Roodt statt, wo die Zugangswege (Zugang des CFL-Personals zu den Bahnanlagen) sowie die Kabelkanäle für Telekommunikations- und Signalkabel erneuert werden.
Nordstrecke wird ebenfalls unterbrochen
Auch auf der Strecke Luxemburg–Ettelbrück–Ulflingen–Gouvy und Kautenbach–Wiltz müssen sich Reisende auf Einschränkungen einstellen. Vom 24. August bis zum 14. September fahren zwischen Ettelbrück und Gouvy keine Züge. Gleichzeitig wird die Verbindung zwischen Kautenbach und Wiltz unterbrochen. Ersatz bieten die Buslinien L14 bis L17.
Das wird gemacht
Die CFL nutzt die Sperrung für umfangreiche Gleisarbeiten. Zwischen Fünfbrunnen (Cinqfontaine) und Ulflingen werden auf 5,2 Kilometern die Gleise erneuert. Dabei werden 4.300 Schwellen und 11.500 Tonnen Schotter ausgetauscht beziehungsweise neu verteilt. Zwischen Kautenbach und dem Haltepunkt Paradiso kommen weitere 1,1 Kilometer Gleiserneuerung hinzu.
Darüber hinaus werden die Felswände entlang der Nordstrecke gesichert. Auf einer Länge von 300 Metern sollen Metallnetze künftig verhindern, dass Steine auf die Gleise fallen. Auch verschiedene Bahnhöfe und Haltestellen werden während der Sperrung repariert, gereinigt und instand gesetzt.
Weitere Arbeiten im Süden
Auch die bereits angekündigten Arbeiten im Süden gehen weiter. Zwischen Luxemburg und Esch sowie zwischen Nörtzingen und Rümelingen fallen vom 15. bis zum 23. August die Züge aus. Als Ersatz stehen unter anderem die Buslinien L60, L61 und L62 bereit, die jedoch ausschließlich zwischen der Hauptstadt und der Minettmetropole verkehren. Als Alternative werden die Fahrgäste der Linie Rümelingen – Nörtingen gebeten, die Linienbusse von RGTR und TICE zu nutzen.
Die CFL empfiehlt Fahrgästen, wegen möglicher Verzögerungen durch den Straßenverkehr zusätzliche Zeit einzuplanen. Vor der Fahrt sollten die aktuellen Verbindungen über die CFL-Fahrplanauskunft oder die Apps CFL go und mobiliteit.lu geprüft werden. (DJ)