Liaison Micheville

Zweite Fahrspur in Richtung Frankreich wird ab Montag für den Verkehr freigegeben

Bis die zweite Fahrspur in Richtung Luxemburg freigegeben werden kann, wird es noch etwas dauern

Bis die zweite Fahrspur in Richtung Luxemburg freigegeben werden kann, wird es noch etwas dauern Foto: Editpress/Claude Lenert

Gute Nachrichten für alle Verkehrsteilnehmer, die die „Liaison Micheville“ in Richtung Frankreich und Belval-Gare nutzen: Ab Montag, dem 18. September, können beide Fahrbahnen genutzt werden. Die Arbeiten zur Öffnung der zweiten Fahrspur auf der B40 in Richtung Frankreich werden am Wochenende des 16. September abgeschlossen. Das teilte die Straßenverwaltung am Freitag in einem Presseschreiben mit.

Fahrer, die in Richtung Luxemburg unterwegs sind, müssen sich derweil noch etwas gedulden. Hier bleibt vorerst nur eine Fahrbahn geöffnet, die zweite soll im Laufe des Oktobers fertiggestellt und dann für den Verkehr freigegeben werden. 

Was lange währt

Seit mehr als 17 Jahren wird an der Liaison Micheville gebaut. Baubeginn war bereits 2006, die Straße soll die A4 und den Luxemburger Süden rund um das „neue“ Viertel Belval mit Frankreich und schließlich der französischen A30 verbinden – und die Gemeinden an der Grenze verkehrstechnisch entlasten. „Ziel ist es, den Straßenverkehr zu organisieren, um ein großes Gebiet zu erreichen, das sich im Umbau befindet“, schrieb die Straßenbauverwaltung in einem Flyer zur Eröffnung des Tunnels im Jahr 2016.

Das Verkehrsministerium schätzt, dass 25.000 Fahrzeuge täglich in einer ersten Phase auf dieser Trasse fahren werden. Laut den Zählern der Straßenbauverwaltung waren es im vergangenen Jahr – also als noch der Umweg durch Belval genommen werden musste – durchschnittlich 18.677 pro Tag. Zum Vergleich: In den ersten fünf Monaten 2021 fuhren durchschnittlich 45.233 Fahrzeuge pro Tag über die A3 an der Grenze zu Frankreich.

Neuer Radar in der Testphase

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für den Verkehr auf der „Liaison Micheville“ in Richtung Frankreich beträgt 70 km/h.Die neue Radarsäule vor der Einfahrt in den Micheville-Tunnel blitzt bei Überschreitungen bereits, befindet sich allerdings noch in der Testphase. Bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h wird von der gemessenen Geschwindigkeit ein Toleranzwert von 3 km/h abgezogen, bei über 100 km/h ein Toleranzwert von drei Prozent. Wann die Radarfalle scharfgeschaltet wird und Überschreitungen geahndet werden, steht noch nicht fest. „Der Beginn der Strafverfolgungsphase wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben“, so die Straßenbauverwaltung Ende August dazu.

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