Filmwissen
Zum Filmstart von „Megalopolis“: Die Karriere von Francis Ford Coppola – Teil 1
Mit „Megalopolis“ hat Francis Ford Coppola einen sehr persönlichen Film gedreht. Der 85-jährige Regisseur gilt als eine Legende des amerikanischen Films, ein Veteran der New-Hollywood-Bewegung, dessen Hybris sich auf auffällige Weise in seinem Werk spiegelt. Ein zweiteiliger Karriererückblick.
US-Regisseur Francis Ford Coppola beim Screening von „Megalopolis“ bei den 77. Filmfestspielen von Cannes Copyright: AFP/Foto: Loic Venance
Die überaus große künstlerische Kreativität wurde ihm womöglich in die Wiege gelegt: Der 1939 in Detroit geborene Francis Ford Coppola ist Sohn eines Musikers und einer Schauspielerin. Das Kind einer italoamerikanischen Familie versucht sich nach einigen experimentellen Filmarbeiten als Dramaturg am Theater in New York, wechselt dann aber an die Filmhochschule in Los Angeles. Damit zählt Coppola zu jener Generation an Filmregisseuren, die das amerikanische Kino für eine kurze Zeit grundlegend verändern sollten: Neben Kollegen wie George Lucas, Brian De Palma, Steven Spielberg oder noch Martin Scorsese gehört er den sogenannten „movie brats“ an, studierte Filmkünstler, die den amerikanischen Film nach dem Zusammenbruch des Studiosystems modernisieren und Autorschaft ihrer Filme behaupten – die Zeit des New Hollywood bricht an, wenngleich nur kurzlebig.