Vëlodukt
Wurden die Abfalleimer im 47,5-Millionen-Projekt vergessen?
Die längste Radbrücke der Welt kommt bei den Menschen gut an. Davon kann man sich tagtäglich auf dem „Vëlodukt“ zwischen Esch und Belval überzeugen. Bei der Planung scheint aber etwas vergessen worden zu sein: Mülleimer.
Nicht schön, aber wohl notwendig: provisorische Mülleimer auf dem „Vëlodukt“ Foto: Editpress/Philip Michel
47,5 Millionen Euro kostete sie, die am 23. Dezember eröffnete Radverbindung zwischen Esch und Belval. Bereits zu Weihnachten nutzten viele Menschen die Gelegenheit, um die neue Brücke und vor allem das Panorama auf ihr zu bestaunen. Ziemlich schnell tauchten in den sozialen Medien Bilder von Hinterlassenschaften vierbeiniger Begleiter auf. Offensichtlich hatten die Herr- respektive Frauchen wenig Lust, den Hundekot aufzuheben und zu entsorgen. Das Problem dabei war auch, dass das Entsorgen auf der Brücke nicht möglich war.
Denn ganz offensichtlich wurden bei der Planung des „Vëlodukt“ die Mülleimer vergessen. Das ist inzwischen aufgefallen. Seit Anfang der Woche stehen drei provisorische Abfalleimer auf der Brücke, zwei an den Rampen und einer mehr oder weniger in der Mitte des 1,8 km langen Bauwerks. Sie sind mit Eisenketten am Gitter des „Vëlodukt“ befestigt. Ob die Behälter optisch zur beeindruckenden Brücke passen, liegt derweil im Auge des Betrachters.
In den ersten zehn Jahren nach den Bauarbeiten sollen übrigens 100.000 Euro pro Jahr für die Überwachung und die laufende Wartung der Fahrradverbindung bereitgestellt werden, wie das Tageblatt am Mittwoch berichtete. Danach sind dann 200.000 Euro pro Jahr vorgesehen. Ebenso wie die Baukosten der Brücke wird auch deren Instandhaltung aus dem Straßenfonds bezahlt. (P.M.)