Monument in Stadtbredimus
Wo schon die Römer die Mosel überquerten
Ein Monument auf der Schleiswiss in Stadtbredimus erinnert an den rund 2.000 Jahre alten Moselübergang nach Palzem.
Die Römer an der Mosel Foto: Marco Goetz
Heute führen fünf Brücken über die deutsch-luxemburgische Mosel. Zwischen Stadtbredimus und Palzem führt keine über den Fluss. Dort stand jedoch vor fast 2.000 Jahren eine Römerbrücke.
Als 1962 die Staustufe Stadtbredimus-Palzem gebaut wurde, kamen Reste eines vorrömischen und eines römischen Flussübergangs zum Vorschein. Der ältere Übergang war keltischen Ursprungs und wird auf die Zeit zwischen 140 und 122 vor Christus datiert.
Die Römer nutzten später dieselbe Trasse. Um das Jahr 56 nach Christus bauten sie dort eine Brücke mit mindestens fünf Pfeilern. Eichenpfähle im Flussbett bildeten das Fundament. Auf ihnen standen die steinernen Pfeiler. Darüber lag eine Holzkonstruktion mit einer sechs bis sechseinhalb Meter breiten Fahrbahn.
Die Brücke war Teil einer Querverbindung zwischen den Römerstraßen, die auf beiden Seiten der Mosel von Metz nach Trier führten. Sie zählt zu den ältesten nachgewiesenen Römerbrücken auf luxemburgischem und deutschem Boden.
Das Monument auf der Schleiswiss erinnert an den Fund. Dort ist einer der Eichenpfähle zu sehen, die einst in den Flussgrund gerammt wurden und das Fundament der Brückenpfeiler bildeten.
Wer von Freitag bis Sonntag beim Picadilly vorbeischaut, kann dort auch einen Blick auf das Monument werfen.