Die Krise schreiben (2)

Wir haben es im (Würge-)Griff

Ein Virus versetzt die Welt in einen Ausnahmezustand. Inzwischen betrifft es nahezu jedes Land, jede Region dieses Planeten. Die schnelle, weltweite Ausbreitung ist eine logische Konsequenz in unserer globalisierten Welt. Mit unterschiedlichen Maßnahmen wird versucht, die Pandemie, wenn schon nicht zu stoppen, so doch wenigstens halbwegs in den Griff zu bekommen.

Nicht die Angst um das nackte Überleben, sondern die Angst, dass sich unser Lebensstandard verändern könnte, ist die Motivation hinter den Hamsterkäufen.

Nicht die Angst um das nackte Überleben, sondern die Angst, dass sich unser Lebensstandard verändern könnte, ist die Motivation hinter den Hamsterkäufen. Foto: pixabay

Viele Fragen bleiben unbeantwortet. Meinungen gehen auseinander, selbst jene der Expert*innen. Und das ist auch gut so. Universelle und ewig gültige Eindeutigkeit wäre ein Versprechen, das nicht einzulösen ist. Eigenverantwortliches Handeln ist dadurch eine umso größere Herausforderung, aber das war es auch schon vor einigen Wochen, Monaten, Jahren. Nur hatten wir vorher das Gefühl, alles „im Griff“ zu haben. Und blendeten allzu oft die Probleme der anderen aus. Sowohl die gesellschaftlichen Reaktionen als auch eine Reihe von politischen Entscheidungen offenbaren erschreckende Mechanismen, die wir dachten, längst überwunden zu haben, offensichtlich aber tief in unserem Denken verankert sind.

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