Monodrama Festival
Wen kümmert schon die Wahrheit? In „At Home With Will Shakespeare“ nimmt sich der berühmte Dramatiker nicht allzu ernst
In „At Home With Will Shakespeare“ lässt Pip Utton den weltberühmten englischen Theaterautor wieder lebendig werden. Dabei beweist er viel Witz und Einfallsreichtum.
In seinem Solospiel schlüpft Pip Utton in die Rolle des Stratforder Schauspielers, Dichters und Bühnenautors Foto: Harold Verwoert
Über den wohl berühmtesten Mann aus Stratford ist noch heute wenig bekannt. Sein genaues Geburtsdatum kennt man nicht, genauso wenig wie die Ursache seines Todes, und über all dem, was dazwischen liegt, hängt dichter Nebel. Hat der Mensch, den man heutzutage für William Shakespeare hält, wirklich all diese Texte geschrieben? Sein Nachlass umfasst 38 bzw. 37 Dramen, dazu kommen epische Versdichtungen sowie 154 Sonette, und sie alle sind von einer Qualität, die stutzig macht, wenn man bedenkt, dass der aus relativ bescheidenen Verhältnissen stammende Dramatiker keine Hochschulbildung genossen haben soll. War er vielleicht jemand anderes, der sich aufgrund seines sozialen Ranges nicht zu erkennen geben wollte? War Shakespeare gar eine Frau?