Hitzewelle

Was tut die Stadt Luxemburg für Obdachlose, Frau Cahen?

Was tun bei der Hitze, wenn man nicht die Rollläden schließen oder lüften kann, weil man gar kein Zuhause hat? Wohnungslose Menschen sind von dem aktuellen Wetter überproportional betroffen. Fünf Fragen an Corinne Cahen (DP), Schöffin für Soziales.

Corinne Cahen im Bahnhofsviertel bei sonnigem Frühlingswetter im Mai, Porträt einer Politikerin im urbanen Umfeld

Das Foto von Corinne Cahen im Bahnhofsviertel wurde im Mai aufgenommen Foto: Editpress/Julien Garroy

Welche Maßnahmen ergreift die Stadt, um vor der Hitze zu schützen?

Neben der Verlängerung der Öffnungszeiten unserer Einrichtungen, damit die Menschen dort Unterschlupf finden können, stellen wir in der ganzen Stadt verteilt Wasserspender bereit.

Werden in der Stadt mobile Duschen angeboten?

Wir suchen derzeit noch nach Platz für mobile Duschen, denn es wäre wichtig, wenn wir das anbieten könnten. Es gibt welche in den „bistrots sociaux“, aber wir brauchen mehr öffentliche Duschen.

„Solidaritéit mat den Heescherten“ fordert Sonnensegel – was sagen Sie dazu?

Das ist die eine Option. Die andere wäre, dass wir mehr Bäume pflanzen, da die Temperatur dort nachweislich niedriger ist als auf dem Asphalt.

Verteilen die Streetworker derzeit mehr Wasser an die Obdachlosen?

Das weiß ich nicht. Unsere Streetworker haben immer Wasser dabei und es ist wichtig, dass sie mit den Betroffenen ins Gespräch kommen. Sie sagen ihnen auch, wo die Wasserspender zu finden sind.

Sind die Maßnahmen also ausreichend?

Es gibt nie genug Hilfe. Solange wir Obdachlosigkeit haben, sind wir nicht dort angekommen, wo wir hinwollen.

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