Nordstad

Was nach dem Ja in Erpeldingen kommen wird

Nach dem Ja im Referendum in Erpeldingen bleibt die geplante Fusion zur Nordstad auf Kurs. Vieles sei aber noch zu klären, so Bürgermeister Claude Gleis.

„Wir müssen nun liefern“, so Claude Gleis, Erpeldinger Bürgermeister und Sprecher des „Nordstad“-Komitees, am Montagmorgen 

„Wir müssen nun liefern“, so Claude Gleis, Erpeldinger Bürgermeister und Sprecher des „Nordstad“-Komitees, am Montagmorgen  Foto: Roger Infalt

Das Referendum in Erpeldingen/Sauer ist glimpflich ausgegangen. Es wurde keine sehr enge Nummer, doch von einem „klaren Resultat“ kann, wenn überhaupt, nur bedingt die Rede sein, denn immerhin haben 567 (41,12%) der insgesamt 1.687 Wahlberechtigten am Sonntag gegen die weitere Teilnahme der Gemeinde an den Sondierungsgesprächen gestimmt.

Wenn auch 812 Urnengänger sich am Sonntag für einen Verbleib ihrer Gemeinde am Sondierungstisch aussprachen, haben aber wohl eher die 567 Wähler, die mit Nein gestimmt haben, und die 296, die der Wahl ferngeblieben sind, der Gemeindeführung sowie dem „Nordstad“-Komitee einen klaren Auftrag erteilt. Diese Fusion ist kein Selbstläufer, oder wie Claude Gleis, Bürgermeister aus Erpeldingen und Sprecher des „Nordstad“-Komitees, am Montag gegenüber dem Tageblatt sagte: „Elo musse mer nach méi urappen“.

Auf die Frage, wie es denn nun weitergeht, gab Gleis zu verstehen, dass der Erpeldinger Gemeinderat nun zuerst die Resolution über die Weiterführung der Sondierungsgespräche in der nächsten Gemeinderatssitzung verabschieden muss. Im vergangenen Juli hatten sich sämtliche Ratsmitglieder dazu verpflichtet, bei dieser Abstimmung das Resultat des Referendums zu berücksichtigen. Anschließend würden die Schöffenräte der vier fusionswilligen Gemeinden die Köpfe zusammenstecken.

Konkreter kommunizieren

„Zugegeben: Mit dem Referendum hatten wir hoch gepokert. Nach der Freude über das positive Resultat heißt es jetzt, noch intensiver als bisher an den Fusionsplänen zu arbeiten. Vor allem, konkreter nach außen hin zu kommunizieren, was die Fusion der vier Gemeinden Diekirch, Erpeldingen, Ettelbrück und Schieren sowohl der Region als auch den einzelnen Gemeinden bringen kann und auch bringen wird“, so Claude Gleis weiter.

Bis zum geplanten Referendum 2027, wo die wahlberechtigten Bürger der vier genannten Gemeinden ihre Ja- oder Nein-Stimme zur Fusion abgeben sollen, bliebe noch vieles zu klären, so zum Beispiel zu den Themen Zusammenlegung der einzelnen Gemeindedienste, Finanzen, Mobilität, Hochwasserschutz, Sport- und andere Einrichtungen, Zusammenarbeit mit dem Innenministerium, um nur diese Beispiele zu nennen. Apropos Innenministerium: Am Montagmorgen hat sich dieses Ministerium, das unter anderem über eine Fusionsgruppe verfügt, bereits beim Erpeldinger Bürgermeister gemeldet und seine Unterstützung zugesichert.

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