Tourismusmagnet
Warum Angler aus Deutschland und Frankreich zum Fischen nach Luxemburg kommen
Der günstige Angelschein macht das Großherzogtum zum attraktiven Ziel für Angeltouristen. Doch es gibt auch andere Gründe, die Luxemburgs Grenzgewässer zu Deutschland so beliebt machen.
Luxemburgs Gewässer sind ein beliebter Ausflugsort für Angler Foto: Editpress/Georges Sold
Ein lauer Spätsommerwind weht am Freitag über die Sauer in Wasserbillig. Unten am Flussufer sitzt ein Hobbyangler. Er hört Musik über seine Kopfhörer, den Blick auf den Köder im Wasser gerichtet. Ein weißer Schwan leistet ihm Gesellschaft. Der 51-jährige Mario lässt beim Angeln „die Seele baumeln“, wie er selbst gegenüber dem Tageblatt sagt. Mit zehn Jahren hat er das Fischen gelernt, zusammen mit seinem Großvater und seinem Vater. Heute kommt der Trierer alleine, der alten Zeiten willen, aber vor allem, um sich zu entspannen. „Hier sitze ich gut, hier kann ich die Beine runterbaumeln lassen“, sagt er und lacht.
2.000 Angelscheine für Grenzgewässer – dazu zählen die Mosel, Sauer und die Our – werden jährlich verkauft, und das alleine in der Verkaufsstelle der Deutsch-Luxemburgischen Touristinformation bei Wasserbillig. Dass das Angeln hier Tradition hat, zeigt auch die Fischer-Statue der Künstlerin Katarzyna Kot-Bach, die an der Promenade steht: Ein Mann aus Bronze wirft seine Angelrute Richtung Mosel. Daneben greift eine Katze nach den Fischen im Eimer.