Bordeaux statt Findel
Wartungsflug der Luxair muss außerplanmäßig landen
Ein Luxair-Wartungsflug von Madrid nach Luxemburg wurde am Mittwoch nach Bordeaux umgeleitet. Bereits am Montag kam es zu einem Zwischenfall mit der Boeing 737-700.
Die Boeing 737-700 der Luxair musste am Mittwoch außerplanmäßig landen Foto: Robert Spirinelli
Erneut musste ein Luxair-Flugzeug außerplanmäßig landen: Daten des Online-Dienstes Flightradar24 zeigen, dass der Flug LGL22 von Madrid nach Luxemburg am Mittwoch nicht wie geplant auf dem Findel aufsetzte, sondern im französischen Bordeaux. Wie das Luxemburger Wort am Donnerstag berichtete, soll die Maschine vor der Landung einen sogenannten „rapid descent“ durchgeführt haben – ein Manöver, bei dem das Flugzeug deutlich schneller als normal an Höhe verliert. Dies deute auf einen möglichen Kabinendruckverlust hin.
Screenshot: Flightradar24
Ob es sich tatsächlich um ein „rapid descent“ handelte, bestätigte die Luxair auf Tageblatt-Nachfrage nicht. Auch Informationen über die Ursache für den Vorfall gab das Unternehmen keine. Bei dem betroffenen Flug habe es sich nicht um einen Passagierflug, sondern um einen Wartungs- beziehungsweise Überführungsflug gehandelt. Passagiere seien nicht an Bord der Boeing 737-700 LX-LGQ gewesen. Für das betroffene Personal habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden.
Zweiter Zwischenfall mit Boeing 737-700
Die Fluggesellschaft weist in ihrem Schreiben darauf hin, dass öffentlich zugängliche Flugverfolgungsseiten „nicht immer die vollständigen operativen Hintergründe oder technischen Abläufe wiedergeben“. Im Rahmen des Fluges seien zusätzliche technische Überprüfungen durchgeführt worden. Alle Abläufe entsprächen den geltenden Sicherheits- und Betriebsvorschriften.
Erst am Montag kam es zu einem Zwischenfall mit der Boeing 737-700. Flug LG372 von Sal in Kap Verde nach Luxemburg musste wegen einem Riss in der Cockpit-Scheibe nach Madrid umgeleitet werden. (les)