Film

Von Räubern und Piraten: „The Tale of King Crab“ von Alessio Rigo de Righi und Matteo Zoppis

Der Meta-Begriff wird seit geraumer Zeit inflationär benutzt. Ein Resultat der Postmoderne. Metasprache hat es sich auch im Kino sehr gemütlich gemacht. An allen Ecken und Kanten gibt ein filmischer Text augenzwinkernd zu verstehen, dass es nur ein Film ist.

Krabbenflüsterer: Gabriele Silli als Luciano in „The Tale of King Crab“

Krabbenflüsterer: Gabriele Silli als Luciano in „The Tale of King Crab“ Foto: Oscilloscope

Die ironische Flucht in den Meta-Kommentar ist oft ein letztes pseudo-künstlerisches Aufjapsen. Nach Meta kommt meistens nichts mehr. Manchmal taucht aber ein Filmobjekt an die Oberfläche, das sich seines narrativen Dispositives sehr bewusst ist. Dieses wird mehr oder weniger weit aus dem Ärmel gezogen, zu keinem Augenblick aber wird der Eindruck erweckt, dass es ein Selbstzweck ist. Einer, auf Kosten seiner von Wind und Wetter und vor allem Leben gekerbter Figuren.

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