Justiz
Verdacht auf Korruption: Ermittlungen gegen Wiltzer Bürgermeister Frank Arndt
Die Staatsanwaltschaft aus Diekirch hat Ermittlungen gegen den Wiltzer Bürgermeister Frank Arndt sowie weitere Beteiligte in die Wege geleitet. Der Verdacht der Korruption, der Bestechung und der illegalen Vorteilsnahme stehen im Raum.
Gegen Frank Arndt wird wegen des Verdachts auf Korruption, Bestechung und illegaler Vorteilsnahme ermittelt Foto: Editpress/Tania Feller
Im Rahmen der Ermittlungen zu illegalen Bauschuttdeponien in der Gemeinde Wiltz ist die Kriminalpolizei auf Indizien zu weiteren möglichen Straftaten gestoßen. Daraufhin hat die Staatsanwaltschaft Diekirch neue Ermittlungen in zwei weiteren Fällen angeordnet. Im ersten Fall geht es um den Vorwurf der Korruption, Bestechung und illegalen Vorteilsnahme in Zusammenhang mit Immobiliengeschäften. Es wird gegen den Wiltzer Bürgermeister Frank Arndt (LSAP), eine Immobiliengesellschaft, eine Baufirma und gegen Unbekannt ermittelt.
In der zweiten Affäre wird gegen Arndt im Zusammenhang mit Renovierungsarbeiten an einem Ferienchalet, das sich im Besitz des Wiltzer Bürgermeisters befindet, ermittelt. Der Vorwurf der illegalen Vorteilsnahme sowie der Vorwurf eines Verstoßes gegen das Naturschutzgesetz stehen im Raum.
Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, kam es am vergangenen Mittwoch zu Hausdurchsuchungen im Wiltzer Rathaus, dem CIGR Wiltz Plus, einer Immobiliengesellschaft sowie im Haus einer Privatperson. Bereits bei den Ermittlungen zu den illegalen Bauschuttdeponien kam es im vergangenen Jahr zu mehreren Hausdurchsuchungen, unter anderem im Wiltzer Rathaus.
Auf Tageblatt-Nachfrage erklärte Arndt am Sonntag, dass er sich momentan nicht zu den Ermittlungen äußern möchte. Die Staatsanwaltschaft weist in ihrem Schreiben darauf hin, dass für sämtliche Personen, gegen die ermittelt wird, die Unschuldsvermutung gilt.