Theater
Unendlicher Spaß: „Verrückt nach Trost“ von Thorsten Lensing
Vier Jahre nach der mutigen, elliptischen David-Foster-Wallace-Adaptierung kehrt Thorsten Lensing mit seinem ersten selbst verfassten Text und vier unglaublich tollen Schauspielern zurück ins Grand Théâtre, das seinen Namen am Abend der Luxemburgischen Uraufführung dieses dreistündigen Meisterwerks besonders gut trägt.
Ein Orang-Utan (André Jung), eine Spitzensportlerin (Ursina Lardi), Felix (Devid Striesow) und eine Schildkröte mit Schluckauf (Sebastian Blomberg). Foto: Armin Smailovic
Alles beginnt mit fliegenden Quallen, einem Make-Believe-Spiel und ein paar Metaebenen: Um sich über den Verlust der Eltern hinwegzutrösten, schlüpfen Charlotte (Ursina Lardi) und Felix (Devid Striesow) regelmäßig in die Rollen ihrer toten Eltern. Mama-Papa-Spiel nennt Felix dies, ein bisschen albern findet Charlotte das, Spaß macht es den beiden trotzdem, wenn Papa-Felix-Devid Mama-Charlotte-Ursina „Saufziege“ nennt, diese dann aber in einer dieser durch und durch ernsthaften Verhandlungen der kindischen Spielregeln meint, der Vater hätte sie viel eher „Spritbacke“ genannt.