Patrimoine
Trockenmauern und ihre Renaissance
Touristen finden sie pittoresk. Für Einheimische an Mosel, Sauer und im ländlichen Raum gehören sie zum gewohnten Bild. Trockenmauern terrassieren die Weinberge und begrenzen Flächen. Als Handwerk ist es in Luxemburg jedoch praktisch fast ausgestorben. Jetzt gibt es Versuche, das immaterielle Kulturgut wiederzubeleben – wegen der Vorteile.
„Heute muss immer alles schnell gehen“, sagt Lidwine Espi (34). Die Französin aus Perpignan (F), die mittlerweile in Lothringen lebt, arbeitet lange als Geotechnikerin in verschiedenen Ingenieurbüros. Sie untersucht Boden und Gestein, bevor große Infrastrukturprojekte realisiert werden. Lösungen aus Beton und Zement sind an der Tagesordnung. Irgendwann reicht es ihr, sie kündigt.