Weihnachtsmarkt-Tragödie
Nach sechs Jahren vor Gericht: Wer trägt die Schuld an der tödlichen Eisstatue?
Vor sechs Jahren kam der zweijährige Emran auf dem Weihnachtsmarkt in Luxemburg ums Leben. Eine Eisstatue stürzte auf ihn. Am Montagmorgen begann der Prozess gegen die mutmaßlich Verantwortlichen dieser Tragödie.
„Was hätten wir anders machen müssen?“ Bürgermeisterin Lydie Polfer war am Montag als Zeugin vor Gericht geladen Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Ein Kind ist tot – und alle bestreiten die Verantwortung für den Unfall. Was für eine Familie ein Festtag sein sollte, wurde am 24. November 2019 zum Albtraum. Vor der 16. Strafkammer des Bezirksgerichts Luxemburg sitzen nun neun Angeklagte: drei Künstler, die die Statue entworfen haben, vier Verantwortliche der Stadtverwaltung sowie zwei Vertreter des Luxembourg City Tourist Office (LCTO). Ihnen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Der Prozess soll drei Wochen dauern.