Schulserie
Trivial- „vs.“ Hohenkammliteratur (Belletristik), Teil 2
Die Schulen haben wieder geöffnet und deshalb gibt es heute auch die letzte Folge unserer Schulserie mit Übungen zur deutschsprachigen Literatur sowie zur Rechtschreibung (Orthografie) und Grammatik.
Foto: Editpress/Anne Lommel
Zu viele ästhetische und weltanschauliche Zugeständnisse an die jeweilige Erwartungshaltung eines breiteren Publikums sind eine sichere Voraussetzung dafür, von der gestrengen Kritik als trivial (jedem zugänglich) abgetan zu werden. Dieses mitunter elitäre wie selbstgerechte Urteil mancher Kritiker widerfuhr sogar einem der wichtigsten Nachkriegsromane der deutschsprachigen Literatur, S. Lenz’ „Deutschstunde“ (1968). Gar von „Komplizenschaft mit dem Leser“ war die Rede. Solche Wertungen sind bei aller Belesenheit ihrer Verfasser dennoch meist intersubjektiv, sie entstammen einer akademischen Elite, objektiv sind sie damit noch nicht unbedingt.