Betrugsaffäre
„Tragen nicht zur Aufklärung bei“ – LSAP-CSV-Mehrheit äußert sich zur Betrugsaffäre
Die Mehrheitskoalition aus Differdingen hat eine Pressemitteilung zum Betrug versandt. Sie kritisiert falsche Darstellungen und warnt vor verfrühten Schlüssen.
Die Betrugsaffäre im Kontext der Baustelle des Rathauses beschäftigt Differdingen weiter Foto: Editpress/Alain Rischard
Die CSV-LSAP-Mehrheit aus Differdingen hat in einer Pressemitteilung zur Betrugsaffäre vor Spekulationen gewarnt. „Verfrühte öffentliche Schlussfolgerungen und die Verbreitung unvollständiger Informationen tragen nicht zur Aufklärung bei“, heißt es. Die Pressestelle der Stadt hatte dem Tageblatt Anfang der Woche noch mitgeteilt, der Schöffenrat wolle die Affäre nicht mehr kommentieren.
Die beiden Parteien schreiben weiter von Darstellungen, die einer Klärung bedürften. So sei nicht der Server, sondern nur die E-Mail-Adresse des Architektenbüros gehackt worden. Auch habe dieses nicht die Stadt gewarnt, sondern sei erst durch die Gemeinde Differdingen auf den Betrug aufmerksam gewesen. Und: Die beiden Vorfälle in Differdingen und Düdelingen seien in ihren Sachverhalten zu unterschiedlich, um miteinander verglichen zu werden.
Systematischer Schutz der IT-Infrastruktur
Die Mehrheit kritisierte ebenfalls die Pressekonferenz der Opposition. „Bei einem Betrugsfall dieser Größenordnung braucht es keine voreiligen Schuldzuweisungen oder parteipolitischen Inszenierungen, sondern eine sorgfältige Analyse.“
Bereits vor dem Vorfall habe die Stadt ihre Bemühungen im Bereich der Cybersicherheit verstärkt. „Diese Bemühungen zeigen, dass die Gemeinde den Schutz ihrer IT-Infrastruktur systematisch angeht und kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Sicherheitsvorkehrungen arbeitet.“ Dennoch könnten nie sämtliche Risiken ausgeschlossen werden. (stetu)