Sigi und Chaos Computer Club
Wie der Betrugsfall in Differdingen die Schwachstellen der Cybersicherheit offenlegt
Der Betrugsfall von Differdingen wirft Fragen zur Cybersicherheit der luxemburgischen Gemeinden auf. Die Experten des Chaos Computer Club (CCC) und des Syndicat intercommunal de gestion informatique (SIGI) erklären, wo die größten Schwachstellen liegen und warum Technik allein nicht ausreicht.
Betrüger haben es immer öfter auf öffentliche Einrichtungen abgesehen Foto: picture alliance/dpa
Der Betrugsfall in Differdingen beweist, wie verwundbar auch öffentliche Verwaltungen gegenüber Cyberkriminalität sein können. Und ein weiterer Vorfall zeigte schon kurz zuvor Sicherheitslücken auf: Die Internetseite der Gemeinde wurde wenige Tage vor dem Eingang der fiktiven Rechnung gehackt. Damals hieß es, es bestehe „ein hohes Risiko, dass personenbezogene Daten offengelegt wurden“. Laut Gemeinde gebe es keine Verbindung zum späteren Betrug.
„Es ist durchaus denkbar, dass beide Vorfälle miteinander zusammenhängen und die Informationen aus dem früheren Cyberangriff sogar gezielt für den späteren Betrug genutzt wurden“, antworten die Experten des Chaos Computer Club dem Tageblatt auf eine entsprechende Anfrage. „Ebenso wäre es möglich, dass die Täter erst im Nachhinein erkannt haben, welchen Wert die erbeuteten Daten besitzen und wie sie diese für weitere kriminelle Aktivitäten einsetzen können.“