Festival
„The greatest thing since bread came sliced“: Das „Gudde Wëllen“-Open-Air
Wenige Tage nach den verkündeten Lockerungen findet das erste richtige Open-Air-Festival auf Kirchberg statt. Das „Gudde Wëllen“-Open-Air zeugt einmal mehr vom Gespür des Teams für ein gutes Line-up – es beschert den Besuchern aber vor allem ein Festivalerlebnis, wie man es sich fast nicht mehr erträumt hätte.
La Jungle war das wahnwitzige Highlight am Freitag Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Freitagabend, 21 Uhr. 300 Menschen tanzen auf engstem Raum, während La Jungle sich und das Publikum mit ihrer Mischung aus Mutiny on the Bounty, Russian Circles, Aiming for Enrike und The Prodigy in Trance spielen. Während das belgische Duo sich durch technisch komplexe, aber ungemein mitreißende Jams windet, sieht man nackte Oberkörper, in die Luft gestreckte Arme; eine Menschenmenge wie ein einziger tanzender Leviathan, der sich in Ekstase schwitzt. Besser sollte es nicht mehr werden – und trotzdem war jeder einzelne Moment des Festivals ein Hochgenuss. Als „surreal“ beschreibt Organisator Luka Heindrichs das Erlebnis am Freitag. Am Tag danach habe man sich schon fast wieder an diese Normalität gewöhnt.