Diekirch

Tausende Schätze in vermoderten Pappkartons

In vielen Gemeinden Luxemburgs ist „archivieren“ gleichgestellt mit „Dokumente in Kartons verpacken und ab in den Keller damit“. Diese Behauptung fußt auf unserer Nachfrage bei mehreren kleineren und größeren Gemeinden. Sätze wie „Unser Archiv können wir ihnen leider nicht zeigen“ bis hin zu „In diesen Raum können wir aus gesundheitlichen Gründen niemanden reinlassen“ ließen das Tageblatt aufhorchen.

Tausende Schätze in vermoderten Pappkartons

Foto: Roger Infalt

„In der Öffentlichkeit wahrgenommen werden Archivare eigentlich nur, wenn sie sich als Historiker betätigen, wenn sie Ausstellungen organisieren, Quelleneditionen und landesgeschichtliche Werke herausgeben oder auf Tagungen referieren. Die sogenannten ‚archivarischen Kernaufgaben‘ hingegen erledigen Archivarinnen und Archivare hinter den Kulissen, wenn nicht ganz im Verborgenen, und Anerkennung erwerben sie damit allenfalls bei nachgeborenen Fachkollegen. Diese Randständigkeit archivarischer Grundlagentätigkeiten liegt angeblich darin begründet, dass sie so sterbenslangweilig seien und niemanden interessierten. Was allenfalls die halbe Wahrheit ist“, so Dr. Martin Burkhardt, wissenschaftlicher Archivar an der Universität in Köln.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Tornadojagd in den USA

Für Philippe Ernzer geht (fast) ein Traum in Erfüllung